Advent
Die heilige Barbara lebte im 3. Jahrhundert. Anfangs war Barbara ja eine ziemlich brave Tochter, doch dann machte sie plötzlich Schluss damit. Und das kam so:
Nach einer alten christlichen Erzählung liebte Barbaras Vater seine Tochter über alles. Allerdings war er sehr eifersüchtig und misstrauisch. Deshalb sperrte er sie immer in einem Turm ein, wenn er verreisen musste. Und so war Barbara zwar sehr reich, aber auch sehr einsam und unglücklich.
Eines Tages lernte Barbara die christliche Religion kennen, ließ sich taufen und lebte von nun an als Christin. Das war eine gefährliche Sache, denn zu Barbaras Zeiten wurden Christen wegen ihrer Religion verfolgt und ermordet. Und Barbaras Vater war auch dagegen, dass sie als Christin leben wollte.
Barbaras Vater versuchte alles, um sie wieder vom Christentum loszureißen. Aber Barbara ließ sich nicht beeindrucken. Aus Enttäuschung und Wut lieferte ihr Vater sie schließlich den Christen-Verfolgern aus. Barbara wurde gefangen genommen und ermordet. Das hat sie berühmt gemacht. Ihr Vater soll kurz nach dieser Untat von einem Blitz erschlagen worden sein.
Weil die Heilige Barbara zu ihren Lebzeiten ihren Reichtum mit den Armen geteilt haben soll, gibt es in einigen Gegenden Deutschlands den Brauch, am Abend vor dem Barbaratag einen geputzten Schuh vor die Türe zu stellen. Nachts kommt dann die Barbara und am nächsten Morgen findet man Plätzchen und andere leckere Dinge im Schuh. Aber wehe der Schuh ist nicht geputzt! Dann wird der Schuh mit Steinen gefüllt.
Außerdem gibt es den Brauch, am 4. Dezember, also dem Barbaratag selbst, einen Barbarazweig zu schneiden und in das geheizte Zimmer zu stellen. Wenn der Zweig dann gerade am Weihnachtsfest zu blühen beginnt, wird das als gutes Zeichen für die Zukunft gedeutet.
(C) Barbara-Bild: Waffenplatz Frauenfeld (Schweiz)