Umwelt/Energie
Ziemlich am Anfang der Energiestadt steht ihr vor einem riesengroßen weißen Ding mit zwei Löchern, das euch sicher irgendwie bekannt vorkommt. In echt ist es allerdings viel viel kleiner!
Erraten? Das ist eine Steckdose! Aus einer Steckdose kommt ja Strom. Strom ist eine Form von Energie, die wir heute ständig brauchen. Eine echte Steckdose solltet ihr nie anfassen, denn ihr könntet einen lebensgefährlichen Stromschlag bekommen. In diese hier könnt ihr aber reinkrabbeln und alles entdecken.
Ein ganz kleines bisschen könnt ihr den Strom auch hier fühlen. Wenn einer von euch die Hand auf die dicken Stromblasen legt und ein anderer euch dann am Arm anfasst, kribbelt es richtig. Keine Angst, das ist ungefährlich!
Wie aber kommt der Strom in die Steckdose? Oft wird er zum Beispiel in Kraftwerken erzeugt. Wenn ihr durch die Steckdose gekrabbelt seid, könnt ihr selbst mal ein bisschen Kraftwerk spielen. Die Kraftwerke sind Tretmaschinen an denen ihr mit der Kraft eurer Hände oder Füße Strom „erstrampeln” könnt. Eure Kraft und eure Bewegung werden in Strom umgewandelt und gespeichert. Gespeichert wird der Strom übrigens auf einem Spielstecker, den ihr bekommt.
Mit dem Spielstecker könnt ihr dann ausprobieren, was man mit dem Strom so alles machen kann. Zum Beispiel einen Haarfön zum Fönen bringen oder ein Radio anmachen oder den „Windtilator” ordentlich zum Pusten bringen. Wenn er keinen Strom mehr hat, hört er auf und dann müsst ihr wieder im Kraftwerk „strampeln” gehen, um neue Energie aufzuladen.
So ist das in der Wirklichkeit auch. In den großen Kraftwerken strampelt zwar keiner für Strom, aber dafür wird dort aus der Kraft des Wassers-, der Kohle oder aus Kernkraft Strom gemacht. Aber das ist eine andere Geschichte ...
Energie gibt’s auch durch die Sonne. Die Sonne strahlt Energie in Form von Wärme und Licht aus. Auch mit Lichtenergie kann man Dinge zum Bewegen bringen. Leider war der Tag bei unserem Besuch im Energiemuseum sehr trübe und wir mussten die Sonne durch Taschenlampen ersetzen. Leuchtet man zum Beispiel auf die kleinen schwarzen Solarzellen einer Plastik-Sonnenblume, dreht sich die Blume. Wie genau das mit der Solarzelle funktioniert, ist ein bisschen kompliziert. Aber es funktioniert auf jeden Fall!
Im Energiemuseum könnt ihr noch viel mehr erleben. Zum Beispiel einen Flug mit einer Zeitmaschine machen oder Energie-Spar-Spiele am Computer ausprobieren oder oder oder... Wenn ihr also mal da seid – viel Spaß!
Ähnliche Energiemuseen gibt es übrigens auch noch in anderen Städten. Hier sind ein paar davon:
Energiestadt Leverkusen:
Sie ist etwa so groß wie ein halbes Fußballfeld. Im Jahr 2000 war sie auf der EXPO, danach wurde sie in einer alten Scheune auf dem NaturGut Ophoven in Leverkusen wieder aufgebaut.
Mehr Infos: www.naturgut-ophoven.de
Energiemuseum in Rickenbach: www.energiemuseum-rickenbach.de
Universum Science Center in Bremen: www.usc-bremen.de
Museum für Energiegeschichte(n) Hannover: www.energiegeschichte.de
Museum Strom und Leben in Recklinghausen: www.umspannwerk-recklinghausen.de
Spectrum in Berlin: www.dtmb.de
Text und Fotos: Martina Peters